Stellantis BOW: Konzept für Stadtlieferungen, noch kein Kaufangebot
BOW lässt sich derzeit weder kaufen noch gewerblich einsetzen: Stellantis zeigt damit ein elektrisches, autonomes Konzept für Lieferungen in der Stadt.
Stellantis Pro One stellte BOW am 14. September vor und zeigte auf der IAA Transportation in Hannover auch einen Demonstrator. Das gemeinsam mit UQI Robotics entwickelte Projekt greift einen Trend beim Fahrzeugbau für die letzte Lieferstrecke auf: Elektrischer Antrieb und autonomes Fahren werden für Fahrten innerhalb von Städten gedacht. Der Messeauftritt macht eine Entwicklungsrichtung sichtbar, liefert aber noch kein bestellbares Nutzfahrzeug.
Für einen Fuhrpark zählt vor allem der tatsächliche Projektstand. Stellantis nannte keinen Termin für den Verkauf von BOW und bestätigte keinen öffentlichen fahrerlosen Lieferdienst mit diesem Fahrzeug. Aus dem Demonstrator lässt sich nicht ableiten, dass BOW bereits Pakete an Kunden ausliefert. Wer Fahrzeuge beschaffen oder einen gewerblichen Betrieb planen will, hat dafür noch keine bestätigte Grundlage.
Getrennt davon steht Pro One NEXT, ein System zur Überwachung vernetzter Flotten und für vorausschauende Unterstützung. Nach Angaben von Stellantis umfasst es 800.000 vernetzte Pro-One-Fahrzeuge; die ersten Leitstellen in Großbritannien und den USA sind in Betrieb. Diese Zahl bezeichnet nicht eine BOW-Flotte. Für Fahrzeughalter und Fuhrparkleiter ist der Unterschied entscheidend: BOW zeigt eine mögliche künftige Bauform, während Pro One NEXT ein bereits betriebenes Unterstützungsangebot für vernetzte Fahrzeuge beschreibt.